Zimmerpflanzen sind aus der Inneneinrichtung nicht mehr wegzudenken. Sie verleihen den Räumen Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses eine elegante, ja sogar etwas wilde Note. Es gibt sie in allen möglichen Arten, Formen und Farben. Manche in Vergessenheit geratene Zimmerpflanzen, die man früher bei den Großeltern fand, werden wieder beliebt. Andere, weniger bekannte Arten liegen aufgrund ihrer markanten Blätter und ihres majestätischen Wuchses im Trend. Sie möchten Ihr Zuhause begrünen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Keine Panik, wir haben jede Menge Tipps für Sie! Hier sind 7 erschwingliche und pflegeleichte Pflanzen für den perfekten Einstieg.
Monstera deliciosa
Sie sind ihr bestimmt schon einmal begegnet, auch wenn Sie sie vielleicht noch nie bewusst wahrgenommen haben. Die aus Südamerika stammende Pflanze ist sehr beliebt und in vielen Unternehmen oder im Wartezimmer beim Zahnarzt zu finden. Und das aus gutem Grund: Sie ist pflegeleicht und gedeiht sowohl in dunklen als auch in hellen Räumen. Für ein schnelleres Wachstum sollte man sie jedoch am besten in der Nähe einer Lichtquelle ohne direkte Sonneneinstrahlung aufstellen. Was macht sie so besonders? Ihre gezackten Blätter, die ihr ein einzigartiges Aussehen verleihen. Übrigens: Die Blätter der Monstera deliciosa sind nicht nur gezackt, sondern sogar durchbrochen – dies dient zum Schutz vor Wind (damit das Blatt nicht zerreißt), aber auch dazu, Licht durchzulassen. Je älter die Pflanze ist, desto größer und durchlöcherter sind ihre Blätter. Das ist die Magie der Monstera, die uns immer wieder in Staunen versetzt. Man findet sie das ganze Jahr über problemlos in allen Gartencentern. Ihr Preis variiert je nach Reifegrad der Pflanze, bleibt aber dennoch sehr erschwinglich!
Sanseveria oder Schwiegermutterzunge
Die aus Afrika stammende Sansevieria gehört zu den „unverwüstlichen“ Pflanzen (oder fast…). Als langsam wachsende Sukkulente ist sie für ihre luftreinigenden Eigenschaften bekannt. Es gibt sie in fast 70 Sorten, doch die häufigste ist die Sansevieria trifasciata ‚Laurentii‘, die man an ihren grünen, gelb umrandeten Blättern erkennt. Man findet sie leicht in Gartencentern und manchmal sogar in Supermärkten. Ihre steifen Blätter wachsen senkrecht nach oben. Man sollte darauf achten, die Spitzen nicht abzubrechen, da dies das Wachstum zum Erliegen bringen könnte.
Pilea peperomioides oder Chinesische Geldpflanze
Es gibt viele verschiedene Pilea-Arten, doch am häufigsten findet man die Pilea peperomioides, auch bekannt als Chinesische Geldpflanze. Wie ihr Name schon sagt, stammt sie ursprünglich aus China. Sie ist zwar weniger verbreitet als die beiden zuvor genannten Pflanzen, dennoch ist sie regelmäßig im Handel erhältlich. Sie bildet häufig Ableger, wodurch sie sich schnell vermehren lässt. Man findet sie daher leicht im Privatverkauf. Diese Pflanze mit ihrem luftigen Wuchs ist mit keiner anderen zu vergleichen. Ihre Blätter streben dem Licht entgegen. Damit sie also eine harmonische Form behält, sollte man sie von Zeit zu Zeit drehen. In der Nähe einer Lichtquelle ohne direkte Sonneneinstrahlung wächst sie relativ schnell. Wenn sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlt, kann sie in kurzer Zeit eine Höhe von 60 cm erreichen (rechnet man dennoch mit 2 bis 3 Jahren). Obwohl es sich um eine Sukkulente handelt, muss man im Gegensatz zur Sanseveria der Bewässerung mehr Aufmerksamkeit schenken, ohne sie jedoch zu übertreiben.
Tradescantia oder Elend
Hier ist eine Pflanze, die in puncto Pflege nur Vorteile bietet: Sie wächst schnell und gedeiht sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten (obwohl ihr Laub an einem hellen Standort kräftigere Farben annimmt). Außerdem kommen sie sehr gut mit Trockenheit zurecht. Die Tradescantien sind Pflanzen, die als herabhängende Ranken wachsen. Sie eignen sich daher ideal für hoch aufgestellte Töpfe, um ihre herabhängenden Blätter zur Geltung zu bringen. Auch hier gibt es fast sechzig verschiedene Arten. Am häufigsten findet man jedoch die Tradescantia zebrina. Diese Pflanze lässt sich sehr leicht durch Stecklinge vermehren. Man muss lediglich einen Trieb mit Knoten abschneiden, ihn ins Wasser stellen, und schon nach wenigen Tagen sollten erste Wurzeln zu sehen sein. Perfekt, um sie zu Hause zu vermehren oder an andere weiterzugeben. Das Stecklingsvermehren der Tradescantia kann sehr nützlich sein, da der Nachteil dieser Pflanze darin besteht, dass sie an der Basis irgendwann kahl wird. Indem man neue Triebe an der Basis einpflanzt, kann man ihr wieder ein schönes Aussehen verleihen. Sie ist die ideale Pflanze für jeden Anfänger, der sich noch nicht so recht an die Zimmerpflanzen herantasten möchte.
Ficus oder Feigenbaum
Die aus Asien stammenden Ficus-Arten sind sehr beliebt, insbesondere zwei Sorten: der Ficus elastica und der Ficus benjamina sowie, etwas seltener, der Ficus lyrata. Der Ficus elastica, auch Gummibaum genannt, ist an seinen dunkelgrünen, steifen Blättern zu erkennen. Er wächst aufrecht und mag Feuchtigkeit: Sie können ihn mit kalkfreiem Wasser besprühen. Er freut sich auch, wenn man ihn auf feuchte Tonkugeln stellt. Der Ficus benjamina, auch Tränenfeige genannt, ist ein dicht belaubter Strauch. Er steht das ganze Jahr über gerne an einem hellen Standort. Unter günstigen Bedingungen kann er eine Höhe von über zwei Metern erreichen. Achten Sie darauf, einen geeigneten Standort für den Ficus zu finden, und vermeiden Sie es, ihn zu oft umzustellen, da er Umweltveränderungen nicht besonders gut verträgt. Gut zu wissen: Ficus-Arten gehören zu den Pflanzen, denen luftreinigende Eigenschaften zugeschrieben werden!Dracaena oder Drachenbaum
Zu den Klassikern zählt die Drachenbaumart, die wie eine kleine Palme aussieht und bunte Blätter hat. Es handelt sich um eine langsam wachsende Pflanze, die ebenso wie die Sanseveria oder die Tradescantia nur wenig Pflege benötigt. Sie verzeiht Ihnen jedes vergessene Gießen, schätzt aber dennoch Feuchtigkeit. Für ein gutes Wachstum steht sie am liebsten in der Nähe einer Lichtquelle und genießt im Herbst und Winter volle Sonne. Damit der Stamm gerade bleibt, empfiehlt es sich, ihn regelmäßig zu drehen, um eine gleichmäßige Lichteinstrahlung zu gewährleisten. Die Drachenbaumart wächst senkrecht und ist an der Basis kahl. Es gibt verschiedene Drachenbaumarten mit unterschiedlich gefärbten und mehr oder weniger langen Blättern. Die in Gartencentern oder Supermärkten am häufigsten anzutreffende Art ist die Dracaena marginata, die an ihren dreifarbig gestreiften Blättern zu erkennen ist.
Calathea
Und schließlich die Calathea, der große Star der Stunde, da es so viele verschiedene Sorten gibt, die alle gleichermaßen auffällig sind. Die aus Südamerika stammenden Calatheas umfassen etwa hundert Arten.Im Gartencenter ist es ein bisschen wie ein Glücksspiel: Man findet sie zwar leicht, aber je nach Jahreszeit sind es nicht immer dieselben. Die Pflege ist recht klassisch: idealerweise an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und mit guter Luftfeuchtigkeit. Calatheas zeichnen sich dadurch aus, dass sich ihre Blätter bei Einbruch der Dunkelheit schließen, um sich im Morgenlicht wieder zu entfalten.Von allen vorgestellten Pflanzen ist sie sicherlich nicht die pflegeleichteste, aber jede Art ist einzigartig, und es ist sicher, dass mindestens eine davon Ihr Herz erobern wird.Zu den häufig anzutreffenden Arten gehören die Calathea zebrina, orbifolia, lancifolia sowie die White Star.
Wir hoffen, dass Sie etwas finden, das Ihnen gefällt, um Ihren eigenen Dschungel zu Hause zu gestalten!
Natürlich, Alice von Kipli
