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Seifige, mit Schaum bedeckte Hände, die eine sanfte und natürliche Reinigungsgeste veranschaulichen, um die Bettwäsche zu pflegen und ein gesundes Schlafklima zu gewährleisten.

Das Tagebuch der kleinen Momente: Putzen

Zunächst gibt es diesen Moment, in dem man es noch ein bisschen aufschiebt. Man sieht, dass sich hier Staub abgelagert hat, dort Krümel liegen, in einer Ecke ein Wäschehaufen. Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Man verschiebt es auf morgen. Dann auf später. Und dann, ohne genau zu wissen warum, steht man auf. Man schnappt sich einen Schwamm. Man fängt an, aufzuräumen.

Der Körper ist dem Verlangen einen Schritt voraus. Und schon geht es mit dem Putzen los.

Zunächst einmal ist es eine mechanische Handlung. Man räumt auf, was herumliegt, klopft einen Teppich aus, sortiert, ohne wirklich darüber nachzudenken. Die Handgriffe folgen aufeinander wie eine alte Gewohnheit, ein Gedächtnis der Hände. Es gibt Bewegungen, die man gedankenlos ausführt, und andere, die plötzlich mehr Aufmerksamkeit erfordern. Man schrubbt einen vergessenen Fleck weg, man bringt das, was sich gesetzt hatte, wieder in Form.

Und während man die Körbe ausräumt, ein T-Shirt zusammenlegt oder Gegenstände aufreiht, bringt man Ordnung in das, was auch innerlich überquoll. Das ist keine Strategie, geschweige denn eine Methode. Es ist eine Verschiebung. Eine Verlagerung des Unsichtbaren.

Nach und nach finden die Dinge ihren Platz. Vor allem aber sieht man sie wieder. Man entdeckt die Farbe eines Möbelstücks neu, die Weichheit eines Stoffes, den Raum zwischen zwei Gegenständen. Wir haben keine Leere geschaffen. Wir haben Luft geschaffen. Eine Auflockerung. Eine Rückkehr zu sich selbst und zu seinem Ort.

Es kehrt Stille ein. Der Atem verlangsamt sich. Die Außenwelt verblasst, und die innere Welt wird klarer.

Putzen hat nicht mehr viel mit einer lästigen Pflicht zu tun. Es ist eine Rückkehr. Eine Art, die Dinge wieder an ihren Platz zu bringen, sowohl drinnen als auch draußen. Man ertappt sich dabei, wie man die Sauberkeit einer leeren Arbeitsfläche genießt. Das Licht, das von einem sauberen Boden reflektiert wird. Der sanfte Duft von aufgehängter Wäsche. Selbst das Geräusch des Besens auf dem Boden scheint etwas Beruhigendes auszudrücken.

Wir hören keine Podcasts. Wir schreiben keine Nachrichten. Wir sind da. Voll und ganz präsent. Im Einklang.

Manchmal räumt man auf, weil Unordnung herrscht. Manchmal ist es umgekehrt: Man räumt auf, und erst dann findet man wieder zu sich selbst. Das Aufräumen wird zu einem Übergang zwischen Chaos und Ruhe, einem sanften Übergang, den niemand bemerkt, den aber der ganze Körper spürt.

Das ist nicht spektakulär. Es ist einfach nur klar.

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